|
|
|||
| Bandgründung The First Performance Was sonst noch im Gründerjahr passierte Dramatic Changes Twisted Minds TF in Japan Tragical Fun vs. Noise Meets Silence A Masquerade Episodical |
|||
|
|
|||
| Tragical Fun wurde im März 1992 von Robert Bordo und Andreas Jarosch in Nürnberg ins Leben gerufen. Andreas und Robert kennen sich schon aus Schultagen und spielten bereits vorher zusammen bei der Rock-Combo "Eternity", die sich aber wegen musikalischer Differenzen irgendwann 1991 aufgelöst hat. Bereits nach kurzer Zeit war klar, dass man wieder mit dem alten Drummer aus Eternity-Tagen, Steffen Arndt, zusammen spielen wollte. Das klappte dann auch, man jammte, probierte verschiedene Sachen aus und kam dann zu dem Entschluss endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen und die Band zu komplettieren. Jetzt wurde es schwierig, denn schließlich mussten ein passender Sänger und ein Bassist gefunden werden. Nach etlichen Anzeigen und Sessions wurde Tragical Fun dann schließlich durch Joachim de Buhr als Sänger und Gabor Weinhardt als Bassisten vervollständigt. Somit konnte im Mai als vollständige Band zu arbeiten begonnen werden. |
Bandgründung |
||
|
Wohin soll es denn gehen?
|
Der musikalische Hintergrund aller fünf Mitglieder war sehr unterschiedlich, weshalb anfangs erst einmal ausgelotet werden mußte, welche stilistische Richtung eingeschlagen werden sollte. Mit Robert und Andreas als hauptsächliche Songwriter waren schon einmal zwei recht unterschiedliche Richtungen vorgegeben, aber alle Musiker dirigierten mit Ihrer Persönlichkeit das Gesamtkonzept. Den Stil dieser Zeit kann man als heavy angehauchten Independent-Rock mit progressiven Einflüssen bezeichnen. Letztlich will aber keine Schublade so richtig passen. Das Material wurde schon bald live getestet und bei der Publikumsresonanz war von eher verhalten bis ziemlich begeistert alles vertreten. | ||
|
Im Oktober 1992 sollte die aktuelle Arbeit in Form eines Demotapes
festgehalten werden, welches auch den Weg auf größere Bühnen und zu
lokalen Radiostationen ebnen sollte. Aufgenommen wurde in den TDN
Studios Fürth von Michael Ulm. Das Endresultat war das Tape "the
first performance", welches qualitativ aber nicht ganz die darin
gesetzte Hoffnung erfüllte. Dennoch wurde das Demo bei diversen
Wettbewerben eingereicht, in lokalen Radiostationen gespielt und zum
Review an lokale Musikmagazine geschickt. Die Kritiken entsprachen zwar,
gelinde ausgedrückt, nicht immer ganz den Erwartungen, dennoch eröffneten
sich diverse Auftrittsmöglichkeiten und Teilnahmen an
Nachwuchswettbewerben. Gewonnen werden konnte leider keiner, dennoch
wurden immer respektable Platzierungen unter den ersten drei erreicht.
Letztlich verkaufte sich "the first performance" auch beachtliche
300 mal und ein kleiner aber feiner Fankreis etablierte sich. |
the first
performance
|
||
|
30
Stunden Rock gegen Gewalt und Rassismus
|
Vorläufiger Höhepunkt der jungen musikalischen Karriere von Tragical Fun sollte der Auftritt bei dem "30 Stunden Rock gegen Gewalt und Rassismus"-Festival im Nürnberger Komm vom 26.-28.02.93, organisiert vom KJR Roth, werden. Neben vielen lokalen Größen aus dem Großraum Nürnberg/Erlangen/Fürth spielte auch Tragical Fun zu einer guten Zeit mit guter Publikumsresonanz. Dieses Konzert war für alle Beteiligten ein großer Erfolg und ein tolles Erlebnis. | ||
|
Leider war dieser vorläufige Höhepunkt auch der letzte Auftritt in der
Urbesetzung. Die sich immer deutlicher abzeichnende Situation, dass
Joachim andere Schwerpunkte in seiner Freizeit setzte und die
musikalischen Anschauungen nicht mehr in Einklang zu bringen waren, machte eine
weitere Zusammenarbeit unmöglich, weshalb man sich im März 1993
voneinander trennte. |
Jetzt ist er weg! |
||
|
"Out of the
Shade"-Sampler
|
Der CD-Sampler "Out of the Shade", initiiert vom damaligen "Azrael"-Schlagzeuger Andreas Kolbeck, welcher 14 Songs der, O-Ton, "besten lokalen Bands" beinhaltet (u.a. "Harry Haller" von Tragical Fun), fiel dann im März 1993 leider schon in die sängerlose Zeit. Sich hieraus ergebende Chancen mussten ungenutzt bleiben, was irgendwie schade war. | ||
| Über den Winter 1993/94 nahmen Andreas und Robert ein 4-Spur Demo mit dem guten alten Foxtex X-26 und der Software Cubase auf, welches die bandlose Zeit überbrücken helfen und die Ausgangsbasis für neue Songs und ein neues Programm bilden sollte. Das Demotape "Dramatic Changes" wurde dann auch komplett von Robert und Andreas eingespielt und eingesungen. Lediglich an einigen Passagen ist Reiko Schneider als Gastsängerin zu hören. Da die gesanglichen Leistungen von Andreas und Robert nicht allzu berauschend waren (hieran konnte auch Sound Improvement von Romin Katzer nichts ändern), wurde das Demo, das neun Titel enthält, nur im Freundeskreis verteilt, nie offiziell veröffentlicht (für Neugierige gibt es ein paar Hörproben auf der Homepage). |
Dramatic Changes
|
||
|
Twisted Minds
|
Im April 1994 wurde endlich ein neuer Übungsraum gefunden und auch die
fehlenden Instrumente Bass und Gesang wurden durch Peter Schott (Kumpel
von Steffen) und Werner Herbolzheimer (gefunden über Anzeige) wieder
besetzt. Es wurde fleißig geübt, neues Material geschrieben, altes
umarrangiert, was dann, nach sechswöchiger Sommerpause, in einem neuen
Studiotermin gipfelte. Aus
alten Fehlern nicht schlau geworden, wurde das Demo wieder in den
TDN-Studios in Fürth aufgenommen. Das Ergebnis "Twisted Minds" war
der bislang härteste und progressivste Output der Formation, welcher
qualitativ durch ziemlich dünnen Mixdown wieder weit hinter den
Erwartungen lag. Entsprechend waren die Kritiken sehr zurückhaltend. In
dieser Besetzung konnte leider auch nur ein Auftritt gespielt werden, da
es Andreas, inzwischen begeisterter Musical Darsteller, mehr in den
darstellerischen Bereich zog, und er keine Zeit mehr für Tragical Fun
hatte. Der Ausstieg war ein großer Schock. Es mußte die Lücke eines
Keyboarders, Songwriters und Gründungsmitglieds geschlossen werden.
Frustriert durch diese erneute negative Wendung des Schicksals lief es
mit der Band immer schlechter, weshalb man im Frühjahr 1995 beschloss
Tragical Fun erst einmal auf Eis zu legen. Steffen
widmete sich wieder seinen Coverbands, Peter dem Jazz, Werner verschwand
von der Bildfläche und Robert versuchte seine Ideen mittels
Homerecording zu verwirklichen und sein Studium wieder etwas ernsthafter
zu betreiben. |
||
| Durch Kontakte, die Robert in seinem Sommerurlaub in Japan schloss, konnte dort unter Schirmherrschaft von Benio und Chifumi ein kleiner Fankreis aufgebaut werden, welcher für Verbreitung im Land des Lächelns sorgte. Da es aber wieder einmal keine komplette Formation gab, konnten auch diese potentiellen Chancen nicht genutzt werden. Der Kontakt war aber rege und wir haben viele nette Briefe aus Japan bekommen. |
TF gibt's jetzt auch in Japan!
|
||
|
Tragical
Fun vs. Noise Meets Silence |
Es wurde still um Tragical Fun, bis Robert irgendwann im Herbst 1997
beschloss Joachim anzurufen, um wieder eine Band auf die Beine zu
stellen. Joachim ließ sich leicht überreden, auch Steffen war nicht
abgeneigt, und so begann man nach einem Keyboarder und einem Bassisten
zu suchen. Im November fand man dann in Dominik Hinney einen geeigneten
Tastenmann. Fehlte nur noch der Bassist. Nach etlichen Bewerbern schlug
Dominik dann vor, seinen ehemaligen Bassisten anzuheuern, welcher auch
spontan zusagte. Wolf Dieter Strehl (Wutschgo) ergänzte das line up und
man machte sich daran ein Programm aufzustellen. Da
Dominik und Wutschgo recht eigene Vorstellungen der musikalischen
Richtung hatten (keyboardlastiger Pop, während Joachim, Robert und
Steffen doch eher die härtere Schiene fahren wollten), trennte man sich
Anfang 1998 wieder. Dominik und Wutschgo erweckten ihre alte Band "Noise
Meets Silence" zum Leben, in der sie musikalisch dann völlig
aufgehen konnten. Aus der "‘Tragical Fun vs Noise meets Silence"-Ära
existiert sogar noch der Mitschnitt eines Übrungsraum-Konzerts. Die
Luft war wieder einmal raus, das Schicksal stellte sich gegen Tragical
Fun, weshalb es gar nicht verwunderlich war, dass auch Steffen die Segel
strich und das Schlagzeug an den Nagel hängen wollte. Zwischenzeitlich spielte
er bei der Ska-Formation "Superskank",
übrigens mit Peter Schott am Bass. |
||
|
Joachim und Robert standen mal wieder vor dem Nichts. Da man sich aber
musikalisch äußerst gut verstand und das Potential nicht ungenutzt
lassen wollte, wurde auf ein reines Recording Projekt umgesattelt. Bernd
Hengelein, ein alter Studienfreund von Robert, stieß an den Keyboards
dazu und gab der Musik einen etwas poppigeren Touch. Insgesamt war die
Richtung düsterer geworden, vielleicht als Ergebnis der ständigen
Aufs-Und-Abs. Die sporadische Suche nach Mitmusikern blieb erfolglos,
weshalb man sich darauf konzentrierte genug Material für eine CD zu
schreiben, welche dann einen neuen Hype bringen sollte. Leider strich
Bernd aber auch die Segel und verließ Tragical Fun irgendwann 1999. |
a masquerade
|
||
|
Robert Joe Was ist, was wird...
|
Während Joachim jetzt wieder Feuer und Flamme für ein richtiges
Band-Ding war, wollte es das Schicksal erneut anders. Robert verschlug
es beruflich nach Berlin. Da man von da aus nicht mal so eben zum Proben
nach Nürnberg fahren kann, einigte man sich darauf, als Recording-Projekt weiter zu machen. |
||
|
Wie es eben immer so läuft, kam 1. alles anders und 2. als man denkt. So war die räumliche Trennung und auch das neue Berufsbild von Robert dafür verantwortlich, dass man in Sachen neuer CD nicht so richtig in die Pötte kam. Zwar waren alle Songs schon geschrieben und mussten im Prinzip nur noch einmal sauber eingespielt und teilweise ein wenig umarrangiert werden, aber manchmal kommt man einfach nicht so gut voran, wie man hofft. Okay, der Reihe nach. Ende 2001, pünktlich zur Euro-Umstellung, zog Robert nach Berlin und alle Ambitionen auf eine komplette Band mit richtigen Auftritten waren erst einmal dahin. Trotz allem aber noch voller Motivation und guter Ideen, einigte man sich auf das Fortbestehen der Band, wenn auch nur in Form eines Studio-Projekts. Zielsetzung war eine neue CD mit bereits fertigen Songs für Ende 2002, Anfang 2003. Dass das nicht geklappt hat, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Da Robert nun beruflich nur noch unterwegs war (Holland, USA, Deutschland), kam er entsprechend wenig zum Musizieren und das Material lag brach auf der heimischen Festplatte. Auch die Eingewöhnung in die neue Berliner Umgebung zollte ihren Tribut und die Produktion verschob sich immer weiter nach hinten. Ein Licht am Ende des Tunnels schien Anfang 2003 zu sehen zu sein, denn Robert lernte Frank Proposch kennen, seines Zeichens Keyboarder, studioerfahren und Musikliebhaber. Es war also kein Wunder, dass man gleich auf einer Wellenlänge lag. Man traf sich regelmäßig, um an Songs zu arbeiten, was aber nur anfangs beschleunigend auf die CD-Produktion wirkte, da Robert nach wie vor sehr viel beruflich unterwegs war. Mitte des Jahres 2003 zeichnete es sich auch noch ab, dass Frank beruflich nach Dresden ziehen muss. Aus irgendeinem Grund soll ein neuer musikalischer Output wohl erst einmal nicht sein. Aber es gab auch positive Nachrichten. Der Kontakt mit Frank riss nicht ab, sondern man musiziert weiterhin zusammen. Und man konnte Steffen Arndt dazu bringen wieder für TF Schlagzeug zu spielen. Ebenfalls willigte Bernd Hengelein ein, wieder Keyboardideen beizusteuern, was vor allem bei "Just Like Me" zu hören ist.. An dieser Stelle könnte man noch einen kleinen Roman über die sich ziehenden CD-Aufnahmen schreiben, aber in Auszügen ist das auch im News-Bereich nachvollziehbar. Festzuhalten ist, dass die CD Ende 2006 endlich fertig wurde. Am 12.12. fand dann die offizielle CD-Release-Party im Klüpfel statt, in deren Rahmen auch ein kleines Konzert stattfand, das die neuen und alten Mitglieder von TF in wechselnden Besetzungen auf der Bühne versammelte. Ein gelungener Abschluss des Jahres! |
Episodical
|
||